Wann lohnt sich eine Laufschule? Warum selbst erfahrene Läufer ihre Lauftechnik neu lernen

Lechrunning - die Laufschule mit Runningwolf-Zertifizierung

Im Tennis, Golf oder Skifahren geht jeder Anfänger völlig selbstverständlich in eine Schule, um die Technik von Grund auf zu lernen. Beim Laufen ziehen die meisten einfach die Schuhe an und rennen los – oft bis zum ersten schmerzhaften Stopp (wie Knieschmerzen, Achillessehnenproblemen oder Schienbeinkanten-Syndrom). Laufen ist eine hochkomplexe biomechanische Bewegung, kein reines Ausdauerspiel. Lies hier, warum ein professioneller Coach dich von Anfang an auf das richtige Gleis setzen kann und erfahrene Läufer bis in die höchsten Klassen von Lauftechnik-Training ebenso profitieren.

Du merkst schon: es geht nicht um Katzen! Aber schau sie dir an: Jeder Schritt lautlos, maximal effizient, pure Elastizität. Wenn eine Katze beschleunigt, sieht das nicht nach Arbeit aus – es ist angewandte Biomechanik in Perfektion. Die Festplatte in ihrem Kopf steuert Muskeln und Sehnen so präzise an, dass kein Gramm Energie verschwendet wird. Wie schön wäre es, so laufen zu können. Zurück zur Realität.

Egal ob du durch den Englischen Garten in München joggst, deine Runden um die Staustufen rund um Augsburg ziehst oder beim Trailrunning in Garmisch Höhenmeter sammelst, Laufen ist bei jeder Geschwindigkeit viel komplizierter, als man denkt. Erfreulicherweise weiß das Zentrale Nervensystem, wie es geht – oder besser: Es glaubt zu wissen. Denn in 99 % aller Fälle weiß es das keineswegs, sondern kommt so über die Runden. Von all dem bekommst du wenig mit, läuft ja alles automatisch, und wenn es dann doch Probleme gibt, ist der erste Schuldige oft der Schuh (und das kann durchaus sein!). Und dennoch: Richtig sauber laufen kann kaum jemand, und das muss auch nicht sein. Das Annähern an deine individuell ideale Lauftechnik erspart dir jedoch zahllose Überlastungserscheinungen oder gar Verletzungen, bringt dich fokussierter auf das nächste Level und: Es macht so viel mehr Spaß!

Laufen macht Spaß

Kennst du das auch von deinen Freunden, die das Laufen lieben? Und du denkst: Wie kann man das lieben? Das strengt total an, im Bett habe ich Wadenkrämpfe und ich japse, als ob ich den Mount Everest ohne Sauerstoff besteigen würde. Ausdauer und Kondition sind das Eine und lassen sich antrainieren. Die Lauftechnik spielt dabei aber eine entscheidende Rolle und muss ebenso trainiert werden. Macht man das nicht, ist das wie Fahren mit angezogener Handbremse. Fast alle Läufer bremsen sich beim Laufen selber aus und wundern sich, warum es irgendwann nicht mehr voran geht. Dann werden auf YouTube die berühmten Lauf-ABC-Videos angeschaut, die Abhilfe versprechen. Die Wahrheit über das Lauf-ABC ist eine andere, warum liest du hier.

Und dann gibt es die Wettkampfläufer, die schon viele Marathons gesammelt haben und Kilometer fressen. Teilweise mit großartigem Talent gesegnet und echte Kilometerfresser, die auf Strava „liefern“ und die Bestenlisten mit 150 Wochenkilometern über Monate anführen. Beeindruckend, nur sind viele, viele Kilometer davon nutzlose Junk-Miles, die den Körper vollkommen unnötig belasten und niemals den heiligen Gral des Ausdauersports zulassen: die Superkompensation! Denn genauso wie wir nach einem Lauf Erholung und eine effektive Regeneration brauchen, benötigen wir auch im längeren zeitlichen Maßstab nach 2 oder 3 progressiven Laufwochen eine Entlastungswoche, in der wir die Belohnung für die Wochen zuvor bekommen.

Und selbst bei den Profis gibt es, wenn auch seltener, Läufer/innen auf Welteliteniveau, die extrem schnell und stark sind und Majors wie Berlin, Boston oder London gewinnen – aber im direkten Vergleich mit technisch besserer Konkurrenz beim Laufen derart viel Energie verschwenden, dass es am Ende eben nicht reicht und sie beim Laufen aussehen wie Holzfäller gegen Gazelle. Wer ein solches Beispiel sehen möchte, schaut sich das Finale des London-Marathons 2026 im Frauenfeld an, bei dem Tigst Assefa mit erschreckender Leichtigkeit und gutem Stil ihre Konkurrentin Hellen Obiri auf den letzten 400 m abgesägt hat. Technik gegen Kraft! Wer war da wohl schneller wieder fit?

 

Laufen ist eine Leistung des Zentralen Nervensystems

Ohne das Zentrale Nervensystem (ZNS) geht nix in Sachen Bewegung! Beine haben keine Ahnung, wie Laufen funktioniert, sie sind nur die Exekutive und machen, was das ZNS durch die muskuläre Ansteuerung vorgeibt. Und die weiß eben meist selbst nicht, wie es richtig geht! Warum? Weil sie über Jahre verlernt hat, was sie im Kindesalter oft gut konnte. Durch immer wiederkehrende falsche Bewegungsreize, falsche Schuhe und zahllose weitere Quellen verliert „unsere Festplatte“ wesentliches Wissen über das Laufen und überschreibt das Wissen mit allerlei Unsinn, der uns dann zum Verhängnis wird.

Wie passiert das? Man kann unserem ZNS so ziemlich alles beibringen. Hochkomplexe Bewegungsfolgen, an denen mehr oder weniger der ganze Körper beteiligt ist, oder auch nur das Ei-Aufschlagen, was eher ein simpler Vorgang ist. Laufen gehört definitiv zu den komplexen Jobs des ZNS, denn hier sind von Kopf bis Fuß jede Menge Muskeln beteiligt. Wiederholt man einen Bewegungsvorgang nur oft genug, leitet das ZNS früher oder später ein Learning ab und speichert es. Ein erstaunlicher Vorgang, den du vielleicht schon in anderen Sportarten erfahren hast und dich gewundert hast, wie das funktioniert. Wochenlang übst du etwas (z. B. den Rückhand-Slice beim Tennis) und musst dich dabei richtig konzentrieren, um den Schlag richtig auszuführen. Dann machst du eine Woche Pause und beherrschst diesen Schlag auf einmal ohne Konzentration. Herzlichen Glückwunsch und willkommen in der Welt des ZNS!

Irgendwann speichert das ZNS repetitive (sich wiederholende) Bewegungsmuster ab. Das passiert aber in der Regel nicht beim Training selbst, sondern dann, wenn man das ZNS mal in Ruhe lässt. Vorzugsweise in Ruhephasen und beim Schlafen. Und dann stehst du auf und kannst es einfach.

Neuronal wirkendes Laufcoaching macht nichts anderes. Es schreibt „deine Festplatte“ neu. Das macht im Übrigen zwar auch das klassische Lauf-ABC, nur sind die zahllosen Drills sehr kompliziert und werden isoliert ausgeführt, also nicht in der echten Laufbewegung. Das Ergebnis ist in den meisten Fällen eine weitestgehende Wirkungslosigkeit und echter Frust. Die Runningwolf-Methodik arbeitet mit simplen Bildern beim Laufen, die du abrufst und dabei sofort merkst, wie sie dein Laufen verändern! Hier gibt es mehr Infos zu der von mir praktizierten Methodik „Art of Running“ von Runningwolf.

Hier gibt es mehr Infos zu der von mir praktizierten Methodik ‚Art of Running‘ von Runningwolf.

Für wen ist eine Laufschule gedacht?

Laufschulen sind nicht nur etwas für Anfänger, sondern für alle Leistungsklassen! Der Vorteil bei Anfängern liegt darin, dass man deren Bewegungsmuster oft etwas leichter neu schreiben kann. Es ist auch vorteilhaft, sich noch nicht zu sehr mit dem Laufen beschäftigt zu haben. Es ist wichtig, sich auf die Methodik einzulassen und offen mitzumachen. „Art of Running“ ist nichts, woran man glauben muss, damit es funktioniert, es funktioniert immer – denn so funktioniert unser ZNS. Für 99 % aller Läufer ist es aber neu zu spüren, wie unser Körper funktioniert und wie man ihn mit etwas Konzentration steuern kann, bis die Automatisierung einsetzt.

Also, für wen lohnt sich der Gang in eine Laufschule (und besonders in eine zertifizierte Runningwolf-Laufschule):

  • Der Anfänger: Der von Anfang an schmerzfrei und anatomisch korrekt laufen lernen will.

  • Der ambitionierte Läufer / Trailrunner: Der bei seinen Läufen ökonomischer und schneller laufen möchte.

  • Der verletzte Läufer: Der nach einer Zwangspause (z. B. Überlastungsschäden) die Ursache an der Wurzel packen will, statt nur die Symptome zu bekämpfen.

 

Wo ist die Runningwolf-Laufschule?

Runningwolf ist keine statische Schule in XYZ, sondern ein von Laufguru Wolfgang Schweim geführtes System, das Lauftrainer zu Seminarleiter fortbildet, die „Art of Running“ und weitergehende Seminare in ganz Deutschland schulen. Eine Liste aller 11 Coaches findest du hier.

Das geschützte System von Runningwolf erlaubt nur lokal ausgebildeten und geprüften Coaches die Anwendung des Systems. Das ist der Grund, warum „Art of Running“ nicht von klassischen Laufschulen unterrichtet wird. Unsere Coaches bieten in ihrer Region meist mehrere Städte ganzjährig an. Lechrunning tut dies zum Beispiel an der Homebase in Landsberg am Lech und im benachbarten Kaufering, in München, Augsburg, Memmingen, Füssen, Garmisch, Lindau, Oberstdorf und Starnberg. Es ist bei entsprfechender Mindestteilnehmerzahl aber jederzeit möglich relativ zeitnah Seminare in anderen Städten in Süd-Bayern anzubieten.

Hier findest du meine Seminarliste und die Anmeldung zu einem Seminar.